Cover des 167. TKKG-Hörspiels "Der Unsichtbare"

Cover des 167. TKKG-Hörspiels "Der Unsichtbare"

Die Treue der Fans von TKKG wird derzeit auf eine harte Probe gestellt. Innerhalb einer relativ kurzen Zeit wird die komplette Serie von Grund auf neue aufgestellt. Radikal wurde die Covergestaltung der Hörspiele grafisch verändert. Mit dem neuen Hörspiel „Der Unsichtbare“ wurden zwei weitere Veränderungen deutlich. Die Handschrift des neuen Autoren Tom Kerblau ist deutlich erkennbar. Die größte Veränderung ist unüberhörbar: nach dem tragischen Tod von Veronika Neugebauer, die der Gaby ihre Stimme seit der ersten Folge lieh, übernahm diesen Part Rhea Harder.

Solchen Veränderungen kann man zunächst nur skeptisch gegenüber stehen stehen. Doch nach dem ersten Hören bin ich positiv überrascht. Und das liegt zu einem großen Teil an der Story und ihrem Aufbau. Tom Kerblau hatte ja auch indirekt an den alten Folgen Kritik geübt und Verbesserungen angekündigt. Wie viele Fans befand auch er, dass bei TKKG kein Profil mehr erkennbar sei und die Serie so etwas roten Faden nicht mehr besitze. Kerblau hat Wort gehalten.

Das merkt man an einer Stelle besonders: nach langer Zeit tritt endlich mal wieder Klößchens Vater, Hermann Saucherlich, in Erscheinung, mit Jaguar samt Fahrer Georg. Des Hörspielfans Glück wird noch durch die Auswahl seines Sprechers komplettiert: Henry König. Denn der hat am besten und am häufigsten die Rolle des Hermann Sauerlich gesprochen (besonders großartig in „Gangster auf der Garten-Party“).

Und wie macht sich Rhea Harder als Gaby?

Nicht schlecht und sicher nicht so, dass man sie als Fehlbesetzung bezeichnen kann. Es ist aber – keine Frage – sehr gewohnungsbedürftig, nach 167 Hörspielen eine unvertraute Stimme für diesen besonderen Teil von TKKG zu hören. Hinzu kommt, dass Rhea Harder merkwürdig tief und vorsichtig spricht. Man hört der Sprecherin an, dass sie noch Respekt vor der Rolle hat. Aber daraus kann man ihr keinen Vorwurf machen. Es wird darauf ankommen, dass sie in den nächsten Folgen diesen Respekt ablegt und die Gaby auf ihre eigene Weise interpretiert.

Das wird auch deshalb wichtig, weil Kerblau TKKG wieder verstärkt gemeinsam ermitteln lässt und Klößchen, Karl und Gaby aus ihren Statistenrollen in der Vergangenheit herausnimmt.

Deshalb gebe ich eine klare Hör-Empfehlung für „Der Unsichtbare“ ab. Denn die Folge lässt die Freude an TKKG aus vergangenen Tagen wieder erwachen und weckt Lust auf mehr.

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